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Kontrollverlust


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Es war der 28. Mai, gegen 16:15 Uhr. Ich saß einfach nur auf einer Bank, habe etwas getrunken und wollte dann zur Straßenbahn laufen. Kaum hatte ich mich erhoben, wurde ich von einem Mann, der offensichtlich keinen deutschen Hintergrund hatte, aggressiv angeschnauzt. Mein erster Gedanke war noch, ich hätte etwas liegen lassen und er wollte mich nur darauf aufmerksam machen. Doch schnell wurde klar: Es war einfach nur feindseliges Angebrülle – vermutlich wegen meiner Glatze, wer weiß. Dass ich durch solche Erlebnisse erst recht eine Abneigung gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund entwickle, macht die ganze Situation so irrwitzig.

Es erinnert mich an andere Erfahrungen: Manchmal hat man das Gefühl, bestimmte Gruppen nerven einen so lange, bis man dann doch Vorurteile entwickelt – nicht, weil man es wollte, sondern weil die Geduld einfach erschöpft ist. Warum ist das so? Warum müssen solche Dynamiken entstehen?
Ich habe nichts gemacht. Ich war einfach nur da. Und trotzdem fühlt es sich an, als würde die Welt sich gegen einen verschwören.

Warum sind die Menschen so? Warum ist alles so geisteskrank? Wir leben in einer Welt, in der kleine Alltagsmomente plötzlich eskalieren – und man steht am Ende allein da, mit dem Gefühl, nirgendwo wirklich sicher oder verstanden zu sein.

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